iPod Nano 5. Gen – Unsere Review

20. September 2009

reviewAm Mittwoch vorgestellt und schon seit 5 Tagen in unserem Testlabor – der neue iPod Nano – nun in der 5. Generation. An sich hätten laut der Gerüchteküche alle iPod-Modelle eine Kamera erhalten sollen – damit ausgestattet wurde aber bisher nur der Nano. So viel sei verraten, wir sind wirklich überrascht, was Apple uns mit dem Nano anbietet – möge also der Test beginnen.

verpackung

Der iPod Nano präsentiert sich in 9 ansprechenden Farben in jeweils 8 oder 16 GB.  Neu ist diesmal das die rote und gelbe Version exklusiv im Apple Online Store bzw Apple Retail Store angeboten werden. Früher war dies exklusiv für die roten iPods vorbehalten. Zusätzlich spendet Apple bei den roten iPods einen kleinen Betrag an die Aids Hilfe in Afrika. Wir haben uns für einen roten Nano entschieden und werfen nun einen Blick in die kleine Kunststoffverpackung.

Enthalten sind neben den Kopfhörern und iPod ein USB-iPod-Connectorkabel, Handbuch sowie Garantiebüchlein, Apple-Aufkleber, ein Dockeinsatz, sowie eine kleine rote Karte, die exklusiv nur beim roten iPod dabei liegt und nochmal erläutert, dass ein Teil des Gelds an die Aidshilfe gespendet wird. Die Kopfhörer haben die neue verlängerte Anschlussbuchse und haben keine Fernsteuerung. Der iPod Nano ist jedoch mit dieser kompatibel.  Das Handbuch erläutert die wichtigsten Neuerung mit anschaulichen Bildern und ist recht ansprechend gestaltet. Allein die Verpackung selbst macht einiges her und sieht einfach edel aus.

IMG_0368

design
Der Nano selbst mit seinen roten Metalliclack sieht sehr edel aus und überzeugt auf anhieb. Zwar sind hier unter bestimmten Voraussetzungen Fingertapser zu sehen, jedoch macht dies der Metalliceffekt wett.  Das Display ist laut Apple etwas größer geworden. Beim ersten Begutachten ist uns das nicht wirklich gleich aufgefallen. Aber beim Vergleich mit dem Vorgänger bzw. auf Bildern merkt man den Größenunterschied schon. Schade hier: Die Spiele auf dem iPod nutzen die größere Auflösung nicht – sie behalten die alte Auflösung bei und zentrieren sich, inkl. schwarzen Rand links und rechts davon, in der Mitte des Bildschirms. Dafür nutzt der iPod und dessen Grundfunktionen die vergrößerte Ansicht. Die Kratzfestigkeit ist in etwa wie beim Vorgängermodell.

Das Display ist extrem hell, wir hatten zunächst nur 1/3 der Helligkeit standardmäßig eingestellt und konnten ohne Probleme das Display bei direkter Lichteinstrahlung ablesen. Fährt man die Helligkeit aufs Maximum hoch, erscheint das Display fast wie ein ausgedrucktes Stück Papier, das hinter das Display gelegt wurde, um dessen Aussehen darzustellen. Die Farben überzeugen und wirken angenehm frisch. Das Klickwheel ist von der Größe her richtig, aber spricht nicht immer gleich auf Anhieb an – Touch- oder iPhoneuser sind hier hier etwas verwöhnt. Nichtsdestotrotz geht die Navigation durch den iPod leicht von der Hand.

IMG_0360

Das Gerät ist in etwa so leicht wie sein Vorgänger. In der Hand spürten wir keinen Unterschied. Die Dünne des Geräts beeindruckt uns immer wieder von neuen. So flach, so leicht, so schön. Eine wirkliche Meisterleistung des Designs und der Ingenieurkunst. Einen Nachteil hat jedoch der iPod Nano: Die Kamera befindet sich auf der Rückseite unten. Sprich wir langen automatisch immer auf die Linse und verschmutzen sie so. Hier wäre ein Anbringen der Cam auf der Oberseite von deutlich größeren Vorteil gewesen. Auch das Aufnehmen von Videos wird zur leichten Handakrobatik.


fotos

Wir vermuten das Apple die Cam aufgrund des Displays nicht oben hat einbauen können. Es hätte die Aufnahme von Videos wesentlich erleichtert. Hier kommen wir zu einem zweiten kleinen Minuspunkt: Es können nur Videos derzeit und keine Fotos aufgenommen werden. Er speichert die Dateien in einer Auflösung von 640 x 480 Pixeln bei 30 FPS. Apple nutzt den H.264 Codec um die Videos zu komprimieren. Abgespeichert werden die Videos im mp4-Fomrat auf dem iPod und lassen sich am Mac per iPhoto oder Windows per Fotoübertragung überspielen.  Nutzt man den Nano als Volume kann man die Videos unter dem Ordner „DCIM“ finden. Die Videos sind für das Uploaden auf Youtube und MobileMe geeignet.

Die Videoeffekte erhält man durch längeres Drücken der Mitteltaste. Die Videoeffekte lassen sich durchaus sehen und sind gut animiert, bzw. beeinträchtigen die Performance des Geräts nicht. Schade das das iPhone 3GS mit derartigen Funktionen noch nicht aufwarten kann… Wir haben ein Video mit allen Effekten hochgeladen.


musik

Filme, ob geliehen oder gekauft, werden im Landscape-Modus angezeigt. Die Suche durch die Musik mit Coverflow wird mit Drehen des Geräts erreicht. Das Suchen der Lieder über die Integrierte Suche geht auch einfach von der Hand. Bei der Darstellung des Covers und der wichtigen Informationen hat sich Apple vom Style an das iPhone angepasst. Schwarzer Statusbalken mit Uhrzeit, Titel darunter, dann das Cover. Unten wird der Fortschrittsbalken dargestellt. Klickt man mit der mittleren Taste werden zusätzliche Funktionen unten eingeblendet.

Hält man die Mitteltaste länger gedrückt erscheint ein Menü, aus dem sich Genius starten, das Album zum Lied oder weitere Songs des Künstlers anzeigen lässt. Allgemein geht die Navigation sehr intuitiv von der Hand. Die scharfe Auflösung des Displays und die handliche Form tun ihr übriges. Auch Fotos werden ansprechend wiedergegeben.

IMG_0362

pedometer

Von Haus aus liefert der Nano ein Pedometer nun mit. Der Schrittzähler bleibt im Hintergrund aktiv, auch wenn der iPod selbst ausgeschaltet ist. Die Daten werden in einem Kalender gespeichert, so dass man die Werte zu den jeweiligen Tagen vergleichen kann. Die Ergebnisse werden anschließend an Nike+ gesendet. Möchte man jedoch den Nike+ Sensor nutzen benötigt man das Nike-Kit mit dem Empfänger, um evtl. genauere Werte zu erhalten. Es lässt sich einstellen, dass das Pedometer immer mitzählt oder nur wenn man es im Menü ausgewählt hat. Ist diese Funktion aktiviert wird in der Statusleiste ein kleiner Schuh eingeblendet. Die Website von Nike-Active dazu ist grafisch ansprechend umgesetzt und bietet einige Informationen und anschauliche Bilder, z.B. 5000 Schritte entsprechen einem HotDog und wie viel man von dieses erreicht hat etc. – sehr schön.

Nike+1Nike+2

Die neu erstellte Website für Nike+ Active – Schritte visuell umgesetzt

radio

Wenden wir uns einem weiteren Feature zu, das für Apple ungewöhnlich ist, in einem iPod – Das Radio. Damit dieses funktioniert müssen die Kopfhörer eingestöpselt sein, damit das kleine Gerät einen Empfang hat. Ist dies geschehen kann man sich über ein durchweg überzeugenden Radiogenuss freuen. Mit dem Clickwheel kann man die Frequenzen genau einstellen – das geht sehr einfach und intuitiv von der Hand. Die Lautstärke kann man nach dem Drücken auf den Mittelknopf einstellen. Die Live-Pause-Funktion ist besonders erwähnenswert, da im Hintergrund der Nano das Radio weiter aufzeichnet, während man gerade beispielsweise unterbrochen wird.

In diesem Mitschnitt, der nicht speicherbar ist, kann man vor- und zurückspulen. Ein tolles Feature das sicherlich vielen Usern gefallen wird. Radiostationen kann man mit einem längeren Drücken der Mitteltaste zu den Favoriten hinzufügen. Das Taggen der Lieder funktioniert in Deutschland zumindest so gut wie gar nicht. Viele Radiostationen bieten dies noch nicht an und ermöglichen somit das Taggen (noch) nicht. Immerhin werden die Radionamen entsprechend wie z.B: im Autoradio angezeigt.

IMG_0361 Kopie

fazit

Insgesamt ist der iPod Nano nicht zwangsläufig durch die Kamera interessanter geworden. Das Radio ist eigentlich der geheime Favorit. Er funktioniert einwandfrei, bietet einen überzeugenden Sound und ist dazu noch einfach zu bedienen. Bei der Kamera vermissen wir derzeit noch die Möglichkeit Fotos aufzunehmen. Dies wird vermutlich (oder hoffentlich) per Softwareupdate nachgeholt. Der iPod ist ein Optimum aus Funktionsumfang und Design. So leicht, so dünn und so viele Funktionen hat noch kein iPod zuvor enthalten. Das Display ist gestochen scharf und bietet extreme Helligkeit.

Der Nano ist unsere Empfehlung für alle iPod-Freunde, die auf die Funktionsvielfalt des iPhones oder iPod Touches verzichten können und „nur“ einen iPod benötigen, der seine Aufgabe, die Unterhaltung, mit Bravour meistert.


nano

nano_468DE


Entry Filed under: Review. Schlagworte: , , , , , , , , , , .

3 Comments Add your own

Leave a Comment

Required

Required, hidden

Some HTML allowed:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <pre> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Trackback this post  |  Subscribe to the comments via RSS Feed


Kategorien

Partnerseiten

Umfrage

Advertisement