Safari 4 – unsere Review
25. Februar 2009 at 21:08 binomaus 1 Kommentar
Überraschend hat Apple Safari 4 – Beta veröffentlicht. Was die neue Version verspricht und ob sie es hält, möchten wir Euch in unserer kleinen Review zeigen.
Installation & Erster Start
Da die aktuelle Version noch Beta ist muss Safari 4.0 per Hand installiert werden. Sollte es nach der Installation, mit anschließendem Neustart, nicht funktionieren, stellt Apple einen Uninstaller im Diskimage zur Verfügung.
Die Installation selbst geht relativ schnell von statten. Wichtig ist jedoch das man alle Updates von Apple installiert hat – sonst gibts Probleme.
Nach dem Neustarten des Rechners begrüßt Apple nach dem ersten Start von Safari den Benutzer mit einer schönen Animation und anschließend die Top-Sites zu laden.
Man kann sich die Animation auch hier (erneut) ansehen: http://www.apple.com/de/safari/welcome/
Top-Sites
Grafisch äußerst beeindruckend ist die Top-Sites-Ansicht. Diese stellt in 3D die 6 – 24 Seiten dar, welche am häufigsten besucht wurde. Alternativ kann man durch den Klick auf „Edit“ unten links die Seiten sortieren oder fest vorgebene Seiten mit einer Stecknadel fixieren.
Das Laden der Websites benötigt jedoch seine Zeit, dafür werden ab diese originalgetreu dargestellt. Wählt man eine aus wird diese mit einem schön animierten Übergang vergrößert und ist in wenigen Sekunden einsatzbereit.
Allgemein scheint Safari 4 deutlich an Geschwindigkeit zugelegt zu haben. Gerade Websites mit vielen Grafiken stellen keine großen Probleme dar und werden in wenigen Sekunden aufgebaut.
Wo sind die Tabs?
Das bekannte Feature der Tabs hat Apple etwas überarbeitet. Zwar bleiben diese weiterhin vorhanden, jedoch sind diese nach oben gewandert. So bilden sie nun die Fensterleiste und können nicht mehr per Drag & Drop, was nun das gesamte Fenster verschiebt, verschoben werden. Die Möglichkeit des Verschiebens wird mittels eines kleines Rechtecks in der rechten oberen Hälfte des Tabs eingeblendet wenn man mit der Maus über selbiges fährt. Klickt man mit der Maus darauf und hält diese gedrückt lässt sich das Fenster verschieben.
Wo ist der Ladebalken?
Apple hat in der Beta auf einen Ladebalken verzichtet. Es ist nicht bekannt ob dies so bleiben soll, jedoch ist kein direkter Fortschritt beim Laden der Website sichtbar. Das die Website jedoch nicht zu Ende geladen ist kann man anhand des bekannten Fortschritkreises erkennen der sich in der Adressleiste befindet. Fährt man mit der Maus darüber lässt sich das Laden der Website beenden – im Test war das der einzige Weg das Laden zu stoppen – das Drücken auf ESC bliebt ohne Auswirkung.
Der Umgang ist dadurch im ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig, da man sich nicht sicher ist ob die Website noch geladen wird oder nicht. Aber nach kurzer Zeit achtet man auf den pulsierenden Kreis.
Acid 3 Test & CSS Animationen
Safari besteht als einziger Browser derzeit den Acid-3-Test mit 100/100 Punkten. Weiter wurden die zunächst in der iPhone-Version des Safari-Browsers unterstützten CSS-Animationen integriert.
Wer den Acid3-Test selbst durchführen möchte, folgt bitte diesem Link.
Zur Veranschaulichung kann man folgende Beispiele sich ansehen, welche die Fähigkeiten der CSS-Animation zeigen:
Fallende Blätter, Tanzende Box, Pulse
Auch 3D mit Canvas ist möglich: JS Cloth, Miku und Touch
Cover Flow hoch zwei
Das Apple CoverFlow liebt ist nicht neu – fand es doch Einzug von iTunes in den Finder und weiter in den iPod. So verwundert es nicht das Apple nun auch in Safari auf diese Technologie setzt.
Optisch beeindruckend sind hier wirklich die schnelle Ladezeiten der sich in der History oder in den Lesezeichen befindlichen Websites. Die Vorschau lässt besuchte oder gespeicherte Websites intuitiv finden und rückverfolgen – Vergleichbares bietet derzeit kein anderer Browser.
Zoom Zoom
Überarbeitet wurde auch die Zoomfunktion. Meist ist diese mit einer Vergrößerung der Schrift in den meisten Browsern verbunden – nicht so in Safari 4. Die gesamte Website inkl. Bilder wird vergrößert. Eine wirklich nützliche Funktion, da so die Formatierung und Layout der Page erhalten bleibt. Auf Wunsch kann auch nur der Text vergrößert werden.
Ein Fenster für alle
Das Öffnen von neuen Websites scheint in der Beta wirklich immer in einem Fenster statt zu finden. Neue Tabs werden geöffnet, egal aus welchem Programm man die Website aufruft.
Windows – look & feel
Da Apple mit dem Browser auch in der Windows-Welt Fuß fassen will, ist die neue Version auf die Windows-Fenster-Umgebung angepasst und gliedert sich harmonisch ein.
English? English!
Die aktuelle Beta ist derzeit nur in Englisch verfügbar – jedoch sind die meisten Funktionen und deren Namen auch ohne Dictonary zu finden und zu nutzen. An der Anordnung der Menüeinträge hat Apple nichts geändert – somit findet man sich schnell zurecht.
Entwickler fördern
Apple hat sich in der neuen Version speziell an die Entwickler sich einige Neuerungen einfallen lassen. So ist unter anderem möglich sich eine bekannte Inhaltsansicht aus iTunes und dem iPod sich anzeigen zu lassen, aus welchen Bestandteilen die Ladezeit besteht.
Fazit:
Safari 4 weiß zu überzeugen. Optisch äußert ansprechend, technisch auf den neuesten Stand und leistungstechnisch äußerst schnell und effizient. Apple hat mit Safari 4 einen Browser auf den Markt gebracht der vieles an der Aufteilung der Browser-Nutzung ändern wird. Gewöhnungsbedürftig ist jedoch die neue Anbringung der Tabs im oberen Bereich des Fensters, sowie der fehlende Ladebalken, welchen Apple hoffentlich in der finalen Version mit einbaut. Am besten einfach selbst ausprobieren: www.apple.com/de/safari
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1.
Martin | 1. März 2009 um 02:32
Ich nutze den Safari unter Vista. Der Apple-Look hat ihn immer besonders gemacht, es hat spaß gemacht ihn zu benutzen. jetzt ist er wie jeder andere Browser zu benutzen.